Den Körper bewohnen – Eine Reise nach innen
Eine klassische Körperreise von den Füßen bis zum Scheitel. Ankommen im eigenen Körper, spüren was ist, nichts verändern müssen.
Richte deine Aufmerksamkeit nun zu deinen Füßen. Spüre beide Füße, die Zehen, die Fußsohlen, die Fersen. Vielleicht bemerkst du Wärme oder Kühle, Kribbeln oder Ruhe. Was auch immer da ist, heißt es willkommen. Atme bewusst in deine Füße hinein, als würde der Atem bis dorthin fließen. Wandere nun zu deinen Unterschenkeln. Spüre deine Waden, deine Schienbeine. Bemerke den Kontakt zu dem, worauf sie aufliegen – vielleicht ein Bett, ein Sofa, der Boden. Weiter zu deinen Knien. Diese komplexen Gelenke, die dir so viel Bewegung ermöglichen. Danke ihnen still dafür, ohne Worte, einfach durch deine Aufmerksamkeit. Lass deine Wahrnehmung zu den Oberschenkeln wandern. Spüre die größten Muskeln deines Körpers. Vielleicht ist dort Anspannung gespeichert vom Tag. Mit deinem nächsten Ausatmen erlaube diesen Muskeln, schwer zu werden, loszulassen. Dein Becken, deine Hüften – das Zentrum deiner Körpermitte. Hier sitzt oft viel von dem, was wir festhalten. Lass einfach deinen Atem hierhin fließen, ohne etwas lösen zu müssen. Dein unterer Rücken, oft so viel tragend, so viel haltend. Atme Anerkennung in diese Region hinein. Dein Bauch, weich und verletzlich. Hier wohnen oft unsere tiefsten Gefühle. Lass deinen Atem sanft hier verweilen, ohne zu urteilen. Deine Brust, wo dein Herz unermüdlich schlägt. Vielleicht spürst du es jetzt, diesen treuen Begleiter deines Lebens. Mit jedem Atemzug weitet sich dein Brustkorb, zieht sich zusammen – ein perfekter Rhythmus. Deine Schultern – sie tragen so viel, buchstäblich und im übertragenen Sinn. Lass sie mit dem nächsten Ausatmen ein Stück fallen. Deine Arme, diese wunderbaren Werkzeuge des Berührens und Gestaltens. Von den Oberarmen über die Ellenbogen bis zu den Unterarmen. Deine Hände – wie oft berühren sie heute schon die Welt. Jeder Finger ein kleines Wunder der Beweglichkeit. Kehre zurück zu deinem Hals, dieser Verbindung zwischen Herz und Verstand. Hier fließen Atem und Stimme, hier wohnen manchmal unausgesprochene Worte. Dein Gesicht – entspanne bewusst deine Stirn, deine Augen, die Wangen. Lass deinen Kiefer weich werden, vielleicht öffnet sich dein Mund leicht. Der Scheitel deines Kopfes – der höchste Punkt deiner physischen Gegenwart. Spüre nun deinen ganzen Körper als Einheit. Von den Füßen bis zum Scheitel – ein lebendiges, atmendes Zuhause für dich.
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