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Geführte Meditation

Liebende Güte - Das Herz öffnen für alle Wesen

Die klassische buddhistische Praxis der liebenden Güte. Wohlwollen kultivieren – für sich selbst, für andere, für alle Wesen.

Liebende Güte - Das Herz öffnen für alle Wesen
Beginnen wir bei dir selbst. Lege eine Hand auf dein Herz, wenn sich das für dich richtig anfühlt. Spüre den Herzschlag unter deiner Handfläche. Dieses Herz schlägt schon so lange für dich. Es hat dich durch alle Höhen und Tiefen getragen. Atme tief ein und lass beim Ausatmen Dankbarkeit für dich selbst entstehen. Jetzt sprich innerlich diese Worte zu dir selbst. Möge ich glücklich sein. Möge ich gesund sein. Möge ich in Frieden leben. Möge ich frei von Leiden sein. Wiederhole diese Sätze noch einmal, diesmal langsamer. Spüre dabei in deinen Körper hinein. Möge ich glücklich sein. Möge ich gesund sein. Möge ich in Frieden leben. Möge ich frei von Leiden sein. Vielleicht spürst du eine warme Empfindung in der Brust. Oder ein Gefühl von Weichheit, von Öffnung. Das ist liebende Güte - Metta - wie sie in dir erwacht. Lass sie da sein, ohne sie festhalten zu müssen. Atme ruhig weiter und lass diese Güte für dich da sein. Jetzt weiten wir diese liebende Güte aus. Denke an einen Menschen, der dir nahesteht. Jemand, dem du von Herzen Gutes wünschst. Sieh diesen Menschen vor dir - sein Gesicht, sein Lächeln. Und nun richte diese Wünsche an ihn oder sie. Mögest du glücklich sein. Mögest du gesund sein. Mögest du in Frieden leben. Mögest du frei von Leiden sein. Spüre, wie sich dein Herz weitet, wenn du diese Güte verschenkst. Es kostet dich nichts, und doch ist es das Wertvollste, was du geben kannst. Atme ein und sammle neue liebende Güte in dir. Atme aus und lass sie zu diesem Menschen fließen. Nun erweitern wir den Kreis noch weiter. Denke an jemanden, der dir neutral ist. Vielleicht ein Nachbar, ein Verkäufer, jemand den du kaum kennst. Auch dieser Mensch sehnt sich nach Glück und Frieden. Auch er oder sie verdient liebende Güte. Mögest du glücklich sein. Mögest du gesund sein. Mögest du in Frieden leben. Mögest du frei von Leiden sein. Merkst du, wie sich etwas in dir weitet? Wie die Grenzen zwischen "mir" und "den anderen" weicher werden? Das ist die Kraft der Metta-Meditation. Sie verbindet uns mit dem universellen Wunsch nach Wohlbefinden. Atme tief ein und spüre diese Verbundenheit. Jetzt der mutigste Schritt: Denke an jemanden, mit dem es schwierig ist. Jemand, der dich verletzt hat oder den du schwer verstehen kannst. Du musst ihn nicht mögen oder sein Verhalten gutheißen. Aber auch dieser Mensch trägt Schmerz in sich. Auch er oder sie ist ein fühlendes Wesen. Beginne vorsichtig, ganz sanft. Mögest du frei von Leiden sein. Mögest du Frieden finden. Falls Widerstand aufkommt, ist das völlig normal. Kehre dann zu deinem Atem zurück und sei geduldig mit dir. Wahre Güte braucht manchmal Zeit zu wachsen. Zum Abschluss weiten wir unsere liebende Güte auf alle Wesen aus. Alle Menschen in deiner Stadt, in deinem Land, auf der ganzen Erde. Alle Tiere, alle fühlenden Wesen. Stell dir vor, wie deine Güte wie sanfte Wellen um die ganze Welt fließt. Mögen alle Wesen glücklich sein. Mögen alle Wesen gesund sein. Mögen alle Wesen in Frieden leben. Mögen alle Wesen frei von Leiden sein. Spüre diese universelle Verbundenheit. Du bist Teil dieses großen Netzes des Lebens. Und jede Güte, die du ausstrahlst, macht die Welt ein wenig heller. Atme ruhig weiter und lass diese Erfahrung in dir nachwirken.