Zurück in den Moment
Nach einem hektischen Tag fühlt sich alles zu viel an. Diese Meditation bringt die Aufmerksamkeit behutsam zurück in den Körper und ins Hier und Jetzt.
Vielleicht bemerkst du, wie sich noch Reste des Tages in deinem Körper festhalten.
Kleine Anspannungen zwischen den Schulterblättern.
Ein leichtes Ziehen im Nacken.
Oder diese unterschwellige Unruhe, die sich nicht so leicht benennen lässt.
Das ist völlig normal.
Du musst nichts davon wegdrücken.
Lass es einfach da sein.
Richte deine Aufmerksamkeit jetzt auf deine Füße.
Spüre, wie sie den Boden berühren oder in deinen Schuhen ruhen.
Die Zehen, die Fußsohlen, die Fersen.
Atme in deine Füße hinein.
Als würde dein Atem bis dorthin fließen können.
Wandere mit deiner Aufmerksamkeit weiter nach oben.
Zu deinen Beinen.
Spüre das Gewicht deiner Oberschenkel.
Die Art, wie deine Knie sich anfühlen.
Vielleicht ein wenig warm oder kühl.
Vielleicht entspannt oder noch etwas angespannt.
Alles ist richtig, so wie es ist.
Atme auch hier hinein.
Lass deinen Atem zu einer sanften Berührung von innen werden.
Dein Becken, dein unterer Rücken.
Hier sammelt sich oft der Stress des Tages.
Die vielen kleinen Entscheidungen, die du getroffen hast.
Die Momente, in denen du dich beeilt hast.
Lege deine Hand auf deinen Bauch.
Spüre, wie er sich mit jedem Atemzug sanft hebt und senkt.
Wie ein ruhiger See, auf dem kleine Wellen entstehen und wieder verschwinden.
Lass jetzt deine Schultern bewusst sinken.
Vielleicht merkst du erst jetzt, wie hoch du sie getragen hast.
Lass sie fallen, als würdest du einen schweren Rucksack absetzen.
Atme in den Raum zwischen deinen Schulterblättern.
Stelle dir vor, wie sich dort Weite ausbreitet.
Dein Nacken, dein Kopf.
Oft der Ort, wo die Gedanken noch kreisen.
Wo sich die Ereignisse des Tages zu einem dichten Gewebe verknüpfen.
Du musst diese Gedanken nicht stoppen.
Lass sie da sein, wie Vögel, die am Himmel vorüberziehen.
Du schaust zu, aber du musst ihnen nicht folgen.
Kehre immer wieder zu deinem Atem zurück.
Er ist dein Anker im Hier und Jetzt.
Einatmen: Du kommst an.
Ausatmen: Du lässt los.
Einatmen: Du bist hier.
Ausatmen: Du bist jetzt.